Archive for Mai 2008

Gesellschaft zum Studium des Western

Mai 26, 2008

 

Die Jahrestagung der „Gesellschaft zum Studium des Western“ („German Association for the Study of the Western“) in Soest (22. – 25. Mai) war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Die Mitglieder dieser Vereinigung, überwiegend Professoren, Studenten, Autoren und „Intellektuelle“, beschäftigen sich mit Literatur über den amerikanischen Westen und setzen sich in Vorträgen, Seminaren und Diskussionen mit diesem bedeutenden Genre auseinander. Diesmal ging es um das Thema „South of the Border: Anglo-Hispanic Encounters in the Western/Anglo-Mexikanische Begegnungen im Western“. Über die Themenbereiche Literatur, aber auch Musik und Film referierten Professor Kenneth E. Hall (East Tennessee State University), Stephen L. Tanner (Brigham Young University, Utah), Prof. Dr. Birgit Hans (University of North Dakota), Dr. Franziska Dokter (unsere Gastgeberin – danke, Franziska!), Marga Munkelt (Universität Münster) Jürgen Roth, Max Oestersoetebier, Hans Grunert und Wolfgang Luley. In meinem Vortrag beschäftigte ich mich mit den Comancheros, Händlern aus New Mexico, die im 19. Jahrhundert überwiegend illegalen Handel mit den Comanchen betrieben (mehr darüber in meinem neuen Buch „Das große Buch der Indianer“).  Einig waren sich alle Teilnehmer über die Rolle der Mexikaner (nicht nur) in Westernromanen und -filmen – wie die Indianer werden auch sie in festgefügte Klischees gepresst. Eine wirklich tolle Tagung mit sehr netten und intelligenten Menschen – nur schade, dass der Western nur noch ein Schattendasein neben all den Thrillern und Mittelalter-Romanen fristet. 

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Lesungen im Mai/Juni/Juli

Mai 12, 2008

Vom 12. bis 23. Mai 2008 bin ich in der Schweiz unterwegs und stelle dort meine Bücher „Mein Freund, der Husky“ und „Das große Buch der Indianer“ vor. Im Rahmen der „Ostschweizerischen Autorenlesungen“ lese ich in Schulen des Kantons St. Gallen und der umliegenden Bezirke. Weitere Lesungen: Am Freitag, dem 6. Juni 2008 um 20 Uhr lese ich in der Buchhandlung Lentner, Balanstraße 14 in München-Haidhausen (Res.: Tel. 089/18910096) aus dem Indianerbuch (mit Lichtbildern) und am 3. Juli 2008 um 11.30 Uhr im Stetten-Institut, Am Katzenstadel 18a in Augsburg, aus „Emmas Weg in die Freiheit“.

On the road in USA

Mai 8, 2008

Auch dieses Jahr sind meine Frau und ich wieder lange in den USA unterwegs. Im Juni nehmen wir an der Convention der „Western Writers of America“ in Scottsdale (Arizona) teil und fahren dann weiter nach Tucson, Tombstone und durch die amerikanische Kakteenwüste, um dort für ein neues Buch zu recherchieren. Die Western Writers sind eine Vereinigung von Autoren, die sich in ihren Büchern mit der Geschichte und Kultur des amerikanischen Westens beschäftigen. Dieses Jahr wird der Krimi-Autor Tony Hillerman, dessen Romane fast alle im Navajo-Reservat spielen, für seine langjährigen Verdienste ausgezeichnet. Im August, September und Oktober halten wir uns im Gebiet der Großen Seen auf. An der University of North Dakota halte ich eine Vortrag über das Interesse der Europäer am amerikanischen Westen und meine Aktivitäten, auf einer Reise nach Chicago (Foto) und in die Great Lakes Area recherchiere ich für Reportagen im „America-Journal“ und in „tours“. Außerdem arbeite ich an meinem neuen Roman, der im Herbst 2009 mit großem Werbeaufwand gestartet wird. Titel und Inhalt sind noch geheim.

 

Neues Hörbuch

Mai 7, 2008

 

„Das Lied der Cheyenne“, einer meiner erfolgreichsten Romane über eine Seherin der Cheyenne-Indianer, als Hardcover und Taschenbuch leider nicht mehr lieferbar, erschien soeben ungekürzt als Hörbuch (Radioropa, 17,90 Euro). Es liest die Schauspielerin Sanne Schnapp.

 

Prof. Dr. Birgit Hans lehrt „Indian Studies“

Mai 7, 2008

 

Von einer guten Freundin soll die Rede sein. Birgit (rechts mit einer indianischen Studentin) lebt seit zwanzig Jahren im Indianerland und hat mich während der Recherche zu „Das große Buch der Indianer“ mit zahlreichen Kontakten versorgt und uns auch an ihren Vorlesungen teilnehmen lassen. Ein Erlebnis, für das ich sehr dankbar bin. In den Diskussionen mit ihr und ihren Studenten habe ich viel Neues über die Indianer erfahren, vor allem über die Situation in den Reservaten. Birgit ist mit den Problemen der „Native Americans“ bestens vertraut. In zahlreichen Vorträgen an amerikanischen Universitäten und Beiträgen für amerikanische und deutsche Fachzeitschriften hat sie sich einen Namen als ausgezeichnete Kennerin des indianischen Lebens gemacht. Nach einem Englisch-Studium an der Universität Münster emigrierte sie in die USA, machte ihren Master und ihren Ph.D. an der University of Arizona in Tucson und lehrt seit 1991 als Professorin und Chair im Department of Indian Studies an der University of North Dakota. Ihre Spezialgebiete sind indianische Literatur und der indianische Schriftsteller D’Arcy McNickle sowie populäre Literatur, vor allem Kriminalromane indianischer Autoren. Auch in Deutschland hält sie hin und wieder Vorträge. Meine Frau und ich schätzen Birgit als gute Freundin und freuen uns schon, sie im September in Grand Forks wiederzusehen.

Karl-May-Festtage

Mai 7, 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 2. bis 4. Mai durfte ich die indianischen Tänze und Darbietungen bei den Karl-May-Festtagen in Radebeul moderieren und mein neues Sachbuch „Das große Buch der Indianer“ vorstellen. Das riesige Fest findet jedes Jahr im Lößnitzgrund statt, einem langgestreckten Tal mit allem, was zur Welt von Karl May gehört: Dampfeisenbahn, orientalischer Bazaar, Westernstadt und Indianerlager am Hohen Stein. Beim dortigen Pow-wow hatte ich das Vergnügen, Niki Buffalo Child wiederzutreffen, einen inzwischen 84-jährigen Cherokee-Indianer, der schon seit 1946 in Deutschland wohnt. Aber auch neue Freunde konnte ich gewinnen: Blackbird, Benjamin, Lin, Sandra, Tim, Two Hawks und andere – alles Indianer, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben und uns ihre Kultur vermitteln. Das Fest war ein toller Erfolg, und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.