Archive for Juni 2008

Kampf im O.K. Corral

Juni 22, 2008

Unsere Recherchenreise durch den amerikanischen Südwesten führte uns mal wieder nach Tombstone, die ehemalige Boomtown nahe der mexikanischen Grenze. „The Town To Tough To Die“ hat sich während der letzten Jahre stark verändert. Die historische Allen Street wurde für Autos gesperrt und ähnelt mit ihrem neuen Sandbelag wieder der Straße aus den 1880er Jahren – auch ein Verdienst von Stephen Keith, dem Besitzer der Schauspieltruppe „Tombstone Huckleberry Productions“, die jeden Freitag, Samstag und Sonntag (um 17 Uhr) den historischen Kampf im O.K. Corral in einem aufregenden Reenactment wieder aufleben lässt. Steve: „Tombstone war bereits fest in der Hand irgendwelcher Pensionäre, die es weder mit der historischen Wahrheit noch dem Mythos sehr genau nahmen.“ Das haben Steve und seine Kollegen geändert. Ihr „Kampf im O.K. Corral“ beginnt bereits mit einem Streit zwischen den Earps und den „Cowboys“ vor dem historischen Bird Cage Theater. Die Zuschauer sind live dabei, wenn die Earps und Doc Holliday zum O.K. Corral ziehen. Vor einer Kulisse findet der eigentliche Kampf statt, der sich nicht auf die bloße Schießerei beschränkt und auch ein bisschen Melodramatik in die historischen Ereignisse mischt. Steve spielt den Doc Holliday in bester Val-Kilmer-Manier. Ich werde über den Kampf im O.K. Corral in einer Reportage für das „America Journal“ (Heft 1/09) und in einem Sachbuch über die Geschichte des amerikanischen Westens berichten, das im Frühjahr 2010 erscheint. 

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„Familientreffen“ in Scottsdale, Arizona

Juni 16, 2008

Arizona war eine Reise wert: Bei der diesjährigen Tagung der Western Writers of America (einer Autorenvereinigung, deren Mitglieder sich in ihren Büchern mit der amerikanischen Pioniergeschichte beschäftigen) trafen Christa und ich zahlreiche Freunde und Bekannte, darunter auch Elmer Kelton, einen der bekanntesten Westernautoren der USA (rechts), und Loren D. Estleman (Mitte), dem ich den Elmer Kelton Award 2008 der German Association for the Study of the Western für seine besonderen Verdienste um die Westernliteratur überreichen durfte. Mit beiden bin ich seit über dreißig Jahren befreundet. Loren hat sich auch als erstklassiger Krimi-Autor einen Namen gemacht. Bei der Tagung wurde deutlich, dass der Genre-Western auch in den USA deutlich an Boden verloren hat, historische Romane und Sachbücher aber immer noch ein großes Publikum finden. Besonders Romane und Sachbücher über Indianer – auch ich hatte ja mit Romanen wie „Die Sehnsucht der Cheyenne“ und meinem „Das große Buch der Indianer“ großen Erfolg. Ob ich nach meinen beiden Western „The Celluloid Kid“ und „Return to Canta Lupe“ (vor vielen Jahren bei Doubleday erschienen) noch weitere meiner Bücher in den USA veröffentlichen kann, wird sich zeigen.