Wohin der Adler fliegt

Eine ungewöhnliche Geschichte erzähle ich in meinem neuen Buch „Wohin der Adler fliegt“: Der nach historischen Tatsachen geschriebene Roman erzählt von Elaine Goodale, einer selbstbewussten Frau, die in den 1860er und 1870er Jahren in einer behüteten Umgebung an der amerikanischen Ostküste aufwuchs und schon als Kind einen Gedichtband veröffentlicht. Als Lehrerin an einem Internat für Minderheiten entdeckte sie ihre Sympathie für die Indianer. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pädagogen ihrer Zeit, die indianische Kinder fernab ihrer Heimat in Internaten zu Weißen umerziehen wollten,  trat sie dafür ein, diese in Day Schools auf den Reservaten zu unterrichten und auch ihre Kultur und Sprache zu respektieren. In den Internaten war es Indianerkindern verboten, ihre Sprache zu sprechen, sie mussten sich die Haare schneiden lassen und wie Weiße anziehen, für die Pädagogen galt der Grundsatz: „Töte den Indianer und rette den Menschen!“ Elaine Goodale wollte auch den Indianer retten. Sie unterrichtete an einer Missionsschule auf der Sioux Reservation, freundete sich vor allem mit Indianerfrauen an, lernte die Sioux-Sprache und ging sogar mit Indianer auf die Jagd. Schockierend für die Menschen an der Ostküste. Dennoch bekam sie den Posten eines „Supervisors of Education“ (Schulrätin). Sie richtete zahlreiche Day Schools auf den Sioux Reservations ein und bildete Lehrer aus, wurde zu einer „Schwester der Sioux“. 1890 verliebte sie sich in Charles Eastman, einen studierten Indianer, der als Arzt in Pine Ridge arbeitete. Beide waren in der Nähe, als die US-Armee waffenlose Indianer, zumeist Frauen und Kinder, am Wounded Knee zusammenschießen ließ, eines der grausamsten Massaker der Indianerkriege. Ein Roman, den ich unbedingt schreiben wollte, und der gerade im Angesicht der Diskussionen um türkische und arabische Minderheiten in Deutschland neue Aktualität gewonnen hat. Ein Buch, an dem mein Herz hängt.

 

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Eine Antwort to “Wohin der Adler fliegt”

  1. Moni Says:

    Ich habe das Buch „Wohin der Adler fliegt“ mit großen Intresse gelesen. Es war Spannend geschrieben von der ersten bis zur letzten Seite. Sehr gut Beschrieben ist das Massaker am Wounded Knee. Man bekommt einen andern Blick auf dieses schreckliches Geschehen, danke das es so Beschrieben wird. Dieser Teil der Geschichte darf nicht vergessen werden.

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